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Seite:Tafellieder 100 Jahre Freiberger Bergakademie 1867.pdf/2

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I.
Jubellied der Knappen.
Mel.: Vom hoh’n Olymp herab u. s. w.

Nach Schicksalssturm, nach droh’nden Kriegeswettern
Lacht uns der Jubelsonne Strahl,
Und friedlicher Trompeten festlich Schmettern
Ruft weit hinaus in Berg und Thal:
     Schaart euch, ihr Knappen, mit Jubel und Sang,
     Bergbau zu treiben bei Becherklang!

Im dunklen Felsgestein und tief im Herzen
Gedeih’n Metall und Bergmannslust.
Ein mächt’ger Gang durchstreicht mit edlen Erzen
Das Grubenfeld der Menschenbrust,
     Und in dem Gange da lacht uns so hold
     Herrlichster Anbruch – Erinnerungs-Gold!

Ein festes Band hält reiches Erz umschlungen,
Was uns der Musengott verleiht;
Mit Jünglingskraft die Schlägel d’rum geschwungen
Zum Abbau alter, goldner Zeit!
     Unter der Lieder begeisterndem Klang
     Schwingt auch die Schläger nach Burschencomment!

In hoffnungsvollen Trums Krystallgebilden
Vertieft sich unser Bergmannsherz
Bis vor der Jugend Ort – wo licht rothgülden
Ihm blinkte einst der Zukunft Erz!
     Schwand auch manch’ Silber im trüben Geschick –
     Redliches Treiben lohnt Silberblick!