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An Schwester Elisabeth von Oldershausen.
Neuendettelsau, 20. Juli 1891

 Meine liebe Schwester, nur einen warmen Gruß soll Dir S. mitbringen. Sei nicht so traurig, meine Schwester, Jesus lebt! Das hat uns unser seliger Vater so oft zugerufen. Jesus ist uns nahe, so haben die leidenswilligen Seelen allezeit Trost genug. Ach, wir wollen unsern treusten, unsichtbaren Freund ehren durch grenzenloses Vertrauen. Vorhin hab ich noch solch einen schönen Brief von Bodelschwingh gelesen. Er sagt so etwas, als wäre Herrn Rektors Tod der empfindlichste Verlust für die Sache der Diakonie überhaupt. Wie mich das freut, wenn sie unsern demütigen seligen Hirten so anerkennen jetzt!

 Gott behüte Dich!

Deine Therese.


Empfohlene Zitierweise:
Therese Stählin: Auf daß sie alle eins seien. Verlag der Diakonissenanstalt, Neuendettelsau 1958, Seite 70. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Therese_St%C3%A4hlin_-_Auf_da%C3%9F_sie_alle_eins_seien.pdf/72&oldid=- (Version vom 8.8.2016)