Seite:Therese Stählin - Meine Seele erhebet den Herrn.pdf/57

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

allgemeine Beichte mit Absolution. Wie wird das so schön werden!

 Nach Weihnachten will ich eine ausführliche Beschreibung der Feierlichkeiten schicken.

 Nun befehle ich Sie und alle dem Schutze des treuen Heilandes und wünsche nochmals die rechte, heilige Weihnachtsfreude. In dankbarer Liebe

Ihre vergnügte Therese.

 Herzliche Grüße an alle!


An die Mutter.
Neuendettelsau, den 16. Februar 1857

 Liebe, gute Mutter, Friede und Freude vom heiligen Geist sei mit Ihnen! Ich danke herzlich für die beiden letzten Sendungen: für den Heimatschein und das schöne Notizbuch. Ersterer war oder ist vielmehr nötig zur Anfertigung von Paßkarten für sämtliche Diakonissenschülerinnen unseres Hauses, vermittels welcher wir alsdann in alle Himmelsgegenden versendet werden können. Es geht in diesem Semester wieder sehr schnell mit dem Verschicken. Und immer werden wieder neue verlangt. Nächsten Freitag werden zwei aus unserer Mitte als Erstlinge auch nach Westen abreisen. Herr Pastor Großmann, der diesen Winter über in Europa und zum größten Teil auch unter uns geweilt, führt zu seiner eigenen großen Freude diese Gehilfinnen an dem großen, schweren Werk mit sich nach Nordamerika. Nach Augsburg wurde auch eine Diakonissin als Erzieherin in ein Privathaus verlangt. Nach Odessa soll auch demnächst eine absegeln als Erzieherin fürstlicher Töchter etc. Immer weiter wird der Wirkungskreis unserer Diakonissen. Und alle diese, soweit sie auch zerstreut sind, sehen dennoch unsere liebe Anstalt als ihr Mutterhaus an, als ihre einzige Heimat auf Erden, in die sie auch mit Freuden wieder zurückkehren, sobald der Vorsteher und die Vorsteherinnen der Anstalt es wünschen; denn aus wohlerwogenen väterlichen Absichten läßt unser lieber Herr Pfarrer keine allzulange an einem Ort dienen, damit sie nicht etwa die neue Umgebung so lieb gewinne, daß ihr diese

Empfohlene Zitierweise:
Therese Stählin: Meine Seele erhebet den Herrn. Verlag der Diakonissenanstalt, Neuendettelsau 1957, Seite 55. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Therese_St%C3%A4hlin_-_Meine_Seele_erhebet_den_Herrn.pdf/57&oldid=- (Version vom 24.10.2016)