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 Wenn ein Mensch sich nicht durch Schwierigkeiten hindurchkämpfen muß, reift er nicht.


 Wir wollen Gott danken, wenn Er uns in eine schwere Aufgabe und Verantwortung hineinstellt. Über derselben will Er uns erziehen und unsre Seele in die Tiefe führen.


 Es ist eine ganz andere Sache, wenn man die Verantwortung für etwas hat, als wenn man nur in die Fußstapfen treten darf. Aber was ist’s eigentlich mit unserer Verantwortung? Jesus selbst alle Tage alles in die Hände legen und auf Seine Hände schauen, das ist doch eigentlich unsere Hauptkunst.


 Laßt uns doch recht um den Freudengeist bitten, denn der Mißmut öffnet vielen Sünden Tor und Tür.


 Freude und Zufriedenheit ist ein wahres Kennzeichen der Kinder Gottes.


 Es soll kein Mensch die Verwicklungen seines Lebens auf Menschen zurückführen. Alles, was uns widerfährt, ist für uns Gottes Wille, es mag kommen, woher es will. Darum haben wir niemand etwas nachzutragen.


 Der selige Herr Pfarrer betonte sehr, daß, wenn man seine Fehler nicht in der Jugend bekämpft, sie mit dem Alter fast unüberwindbar werden. Erkennt doch eure Charaktersünde! Diese muß von euch mit aller Macht bekämpft werden jetzt, da ihr jung seid.


 Kennst du deine Schoßsünde? Ach, ich fürchte, es ist unter uns wenig Erkenntnis davon und darum noch so viel Macht des Bösen und so wenig Freiheit in der Entfaltung des Glaubenslebens.


Empfohlene Zitierweise:
Therese Stählin: So wir im Lichte wandeln. Verlag der Diakonissenanstalt, Neuendettelsau 1959, Seite 20. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Therese_St%C3%A4hlin_-_So_wir_im_Lichte_wandeln.pdf/22&oldid=2895445 (Version vom 22.8.2016)