Seite:Versuch über die wahre Art das Clavier zu spielen Teil 1 1759.pdf/40

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öfter erfahren, daß gemeiniglich der Daumen und der zweyte Finger an der lincken Hand am meisten an den Oertern gebraucht wird, allwo man in der rechten Hand den zweyten und dritten Finger einsetzt.

 §. 69.  Bey Anschlagung der Tertien mercke man, daß sie mit denjenigen Fingern gegriffen werden, welche wir bey denen unter Fig. XLII. bezeichneten vielen Exempeln finden; man siehet hier ebenfalls auf das vorhergehende und folgende; der Daumen bleibt von den halben Tönen weg, desgleichen der kleine Finger; beyde können blos die Erlaubniß bekommen, auf solche halbe Töne gesetzt zu werden, wenn ein vorhergegangener oder nachfolgender Sprung dieses nothwendig macht. Ich habe deswegen vielerley Exempel hierbey angeführt, weil oft viele Tertien hinter einander vorzukommen pflegen, um die hierzu nöthige Abwechselung der Finger deutlich zu zeigen. Der kleine Finger kan auch auf dem halben Tone seyn, wenn der andere zugleich mit anschlagende Finger auch auf selbigem ist. Aus dieser Ursache ist die Applicatur der rechten Hand in dem bey (a) Tab. II. angeführten Exempel nicht so gut als die bey (b) und die für die lincke Hand bey (c). Dieser kleine Finger wird ebenfalls so wenig fortgesetzt, als durch einen andern abgelößt (d), sondern er kömmt nur immer einmahl und zwar in den äussersten Tönen (e) vor, es sey denn, wenn eine oder mehrere Noten zwischen die Tertien kommen, wie bey (f) zu sehen ist. Ferner mercke man aus dem dritten und folgenden Exempeln bey Fig. XLII. daß einerley Töne mit denselben Fingern genommen werden. Bey vielen hinter einander vorkommenden Tertien auf die Art wie die beyden Exempel (g) ausweisen, setzt man bey geschwinder Zeitmaasse lieber mit den Fingern fort, indem alsdenn das Abwechseln schwerer fällt. Uebrigens sehen wir, daß allerley Setzung von Fingern