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besondere Kasse und einen Theil des Armenhauses für sich. Die Kaufmannschaft blieb ihrem Plane treu, dem zufolge einheimische und fremde Bettler einer gleichen Sorgfalt genießen, Die ersteren erhalten Wohnung und Wärme und eine verhältnilsmäßige Unterstützung an Geld und Lebensmitteln, die letzteren, wenn sie bloß durchziehen, ein Geschenk,

Außerdem besteht seit dem Jahre 1798 eine Feuerassekuranz-Compagnie, und seit etwa zwanzig Jahren eine sogenannte Todtenlade, zu der jeder für sich und seine Familie jährlich beysteuern und dagegen nach seinem oder der Seinigen Tode die Bestreitung der Beerdigungskosten aus dieser Lade erwarten kann,

Zu den öffentlichen Unterrichtsanstalten gehört die Kreisschule, als eine der vorzüglichsten. Doch, schon vor ihrer Einrichtung, war unter der Leitung des gelehrten Rektors Katzky für den Unterricht treflich gesorgt. Bey dieser Anstalt befindet sich auch eine ansehnliche Büchersammlung, die früher durch freywillige Beyträge gegründet

Empfohlene Zitierweise:
Ulrich von Schlippenbach: Malerische Wanderungen durch Kurland. C. J. G. Hartmann, Riga und Leipzig 1809, Seite 92. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/103&oldid=- (Version vom 3.3.2019)