Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/129

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auch die Gefahr, der man im Schilfe ausgesetzt ist von andern getroffen zu werden oder sie zu trefien; alles das trägt dazu bey, einen aus der Fassung zu bringen; und so wird dadurch die Bemerkung bekräftigt, daß Überfluß gerade den Genuß eines Vergnügens stört, statt ihn zu befördern, Ein solches Treiben wird eine Mast genannt. Bis zum Mittag hatten wir deren mehrere mit Erfolg geendet, und — jedes Boot war mit erlegtem Wilde versehn. Nun landeten wir an einer trockenen Insel, Hier wurde die Flotte neben einander gestellt, und unter dem freyen Himmel ein heiteres Mittagsmahl unter Scherz und Gesang verzehrt, und mit Erzählungen lustiger Jagdabentheuer gewürzt; bald darauf aber die Jagd von neuem begonnen.

Gegen Abend zogen die Schwäne, die hier erst im October gejagt zu werden pflegen und jezt daher auch sorgältig geschont wurden, aus dem Rohr auf die Fläche des Sees. Oft erblickte man sie zu zehn bis zwölf auf einem Fleck. Wie leuchtende Erscheinungen traten sie aus dem Grünen hervor,

Empfohlene Zitierweise:
Ulrich von Schlippenbach: Malerische Wanderungen durch Kurland. C. J. G. Hartmann, Riga und Leipzig 1809, Seite 118. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/129&oldid=- (Version vom 3.3.2019)