Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/135

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal korrekturgelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.

Das schon ganz in Brand gerathene Gebäude wurde noch halb gerettet, und der Schaden war viel geringer als — man ihn nur vermuthen konnte. Der Wohlstand der Bauern in einem Lande, wo dieser, wie hier, größtentheils von der Menschlichkeit der Gutsherrschaft abhängt, ist für diese ein schöneres Denkmal als es Menschenhände erbauen können.

Bey Dubnalcken verlasse ich die mit Werstpfählen, wie mit Minutenzeigern geschmückte Landstraße, um meinen Weg über Zierau und Appricken, nach Alschwangen und Pilten zu nehmen. —

Bey Zierau, diesem großen ansehnlichen Edelhofe in der schönsten Bedeutung des Worts, bemerke ich für den Leser nichts, weil gerade hier das Gefühl der innigsten herzlichsten Freundschaft zu laut und warm in meinem Herzen spricht, um durch Aufzählung alles Guten und Schönen, das ich hier sah und fand, auch nur jene Gefühle zu entweihen. Der Freund schmeichelt nicht, und das müßte hier scheinen in jedem Worte, das seine innigste Überzeugung ausspräche,

Empfohlene Zitierweise:
Ulrich von Schlippenbach: Malerische Wanderungen durch Kurland. C. J. G. Hartmann, Riga und Leipzig 1809, Seite 124. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/135&oldid=- (Version vom 10.3.2019)