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zu Pilten das lustigste[1]. Die Stadt hatte sich allmälig im Laufe von zwey Jahrhunderten vergrößert, ward aber 1560 von den Russen eingeäschert. Der dänische Prinz Magnus, der sich nachmals König in Liefland nannte, hatte das Bisthum Pilten, nach- dem es der Bischof Münchhausen seiner Mutter für eine Geldsumme abgetreten, erhalten, und nahm ungefähr im Jahr 1571 auch vom Schlosse und der Stadt Besitz. Das Leben dieses Prinzen ist in unserer vaterländischen Geschichte merkwürdig, gehört aber nur, in so fern es direkte auf diesen Ort Einfluß hatte, hiehe. Als nämlich Magnus seine stolzen Hoffnungen auf eine Königskrone beynahe mit dem Verlust seines Lebens bezahlt hatte und sie endlich aufgab, wohnte er in seinen letzten Lebensjahren in Pilten, wo er sich die Liebe seiner Unterthanen im hohen Grade erwarb, Er starb hier im Jahr 1585. Nach seinem Tode erwählten seine Unterthanen Johann Behren zu ihrem Feldherrn,

und sprachen Dänemark um Schutz

  1. Kelch S. 89.
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Ulrich von Schlippenbach: Malerische Wanderungen durch Kurland. C. J. G. Hartmann, Riga und Leipzig 1809, Seite 168. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/179&oldid=- (Version vom 17.3.2019)