Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/188

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einnehmen; sie lassen dem andern aber noch gewiß Interesse genug übrig, um durch seine Darstellung zu unterhalten, Drey kleine Flüsse durchströmen die Herrschaft, und unter den fünf Landseen, die sich hier finden, ist der eine, der Wihdel-See, eine Meile lang und gegen eine halbe breit. Die Schloßkirche mitgerechnet, sind 4 Kirchen auf dem Dondangschen Gebiete, welche von zwey Predigern versehen werden. Einer wohnt in Dondangen, der zweyte in Irben, Die jetzige Besitzerin ist die Fürstin von Sacken, eine geborne Baronin von Dieskau. Sie lebt für immer in Berlin, und hat sich nach ihres Gemals Tode nur einmal in Dondangen, und auch damals nur kurze Zeit, aufgehalten.

Durch einen vier Meilen langen Fichtenwald, den nur hin und wieder mit hohem Heydekraut bewachsene Moräste unterbrechen, führe ich den Leser von Pilten aus nach Dondangen, Dem Jagdliebhaber wird dieser sonst einförmige Weg doch Unterhaltung genug gewähren, denn man befährt ihn selten, ohne von der Straße aus eine Menge

Empfohlene Zitierweise:
Ulrich von Schlippenbach: Malerische Wanderungen durch Kurland. C. J. G. Hartmann, Riga und Leipzig 1809, Seite 177. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/188&oldid=- (Version vom 6.4.2019)