Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/217

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durch Zäune und Weiden befestigt; sondern standen, wie Grabmäler einer blühenden Natur, kalt und einsam da. Der leiseste Wind bewegte den losen Sand; und kreiselte ihn gleich Schneeflocken umher. Endlich näherten wir uns der Spitze der Erdzunge; die Feuerbaaken, diese wahren Feuersäulen auf dem Zuge in den Hafen und zu dem niemals genug gelobten festen Lande, standen uns gegenüber. Wir lenkten in eine kleine Bucht, wo ein nettes Dorf vor uns lag, kamen etwas weiter hin einigen Speichern; in welchen von den hier so oft strandenden Schiffen die geborgenen Sachen bewahrt werden, vorbey — und nun hielt der Wagen an der Wohnung des Baakeninspektors. Doch ehe ich weiter von dem; was ich hier in Domesnees sah, Nachricht gebe, wird Ihnen eine kleine geographisch-historische Beschreibung des Riffs und seiner Baaken nicht unwillkommen seyn.

Das Riff bey Domesnees hat blos sandigen Grund, und läuft von der zugespitzten Erdzunge über 12 Werst weit in die See, unter der Oberfläche des Wassers, das sich

Empfohlene Zitierweise:
Ulrich von Schlippenbach: Malerische Wanderungen durch Kurland. C. J. G. Hartmann, Riga und Leipzig 1809, Seite 206. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/217&oldid=- (Version vom 7.4.2019)