Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/218

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nur 5 bis 4 Fuß über den Grund erhebt, fort. Diese Erdzunge mit ihrem Riffe scheidet den rigaischen Meerbusen von der eigentlichen Ostsee. Alle Schiffe, die nach diesem Busen, nach Pernau und Riga segeln oder zurückkehren, schiffen hier vorbey. Die Schiffer müssen um die äüßerste Spitze in möglichster Entfernung herumfahren, und sich sehr vorsehen, wenn sie nicht auf das Riff gerathen wollen; doch stranden hier alle Jahre wohl 6 Schiffe und mehr. Auf der äußersten Spitze der Erdzunge sind schon in der Mitte des 15ten Jahrhunderts zwey Feuerbaaken errichtet worden, welche früher von Holz waren: Die Stadt Riga zahlt jährlich 2500 Thlr. Alberts an das Kirchspiel Dondangen, wofür vom 15ten August bis zum 15ten Januar alle Nacht auf diesen Baaken ein gehöriges Feuer unterhalten werden muß. Auf der entgegengesetzten Seite des Meeres, auf den Inseln Runoe und Oesel, finden sich ähnliche Erleuchtungsanstalten, welche eben so für die Handlung und Schifffahrt; besonders von Riga, sehr wichtig sind. Bey dem Anfange des Riffs, 34 Faden weit vom nördlichen

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Ulrich von Schlippenbach: Malerische Wanderungen durch Kurland. C. J. G. Hartmann, Riga und Leipzig 1809, Seite 207. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/218&oldid=- (Version vom 7.4.2019)