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Über leicht bewegte Wogen
Hauchte sanft ein Zephyr her,
Und wie Riesenbilder flogen
Flammenzüge übers Meer.

Von des Thurmes hoher Leuchte
Sank die Flamme in die Flur,
Und vermählt mit kühler Feuchte
Ward die helle, rothe Glut.

Streitend so und doch vereinet,
Einer Menschenseele Bild,
Wo der helle Geist erscheinet
Und das Niedre sie erfüllt,

Wo in kalten, finstera Tiefen
Jenes Geistes Strahl versank,
Und‚ was Götter Stimmen riefen,
In der Erde Sturm verklang.

Die von den Böten ausgeworfenen Netze, wurden von einigen zwanzig Menschen ans Land gezogen; der Fang war ergiebig ausgefallen. Noch einmal wanderten wir zu den Leuchtthürmen, deren schönen Anblick ich nie genug genießen konnte, und kehrten dann zur Nacht in unser Quartier zurück. Nach so starker Bewegung schläft es sich herrlich. Aber den andern Morgen war unser erster Gang wieder nach der See‚ wo

Empfohlene Zitierweise:
Ulrich von Schlippenbach: Malerische Wanderungen durch Kurland. C. J. G. Hartmann, Riga und Leipzig 1809, Seite 215. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/226&oldid=- (Version vom 7.4.2019)