Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/233

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an das Menschenherz für alle Zeiten und Völker? Aber wie viele Proteste würden in dem Falle nicht die Armuth und das Fallissement bezeichnen!

Oft sieht man hier auch bey Strandungen merkwürdige Beyspiele von Muth und Entschlossenheit.

Ein englischer Schiffskapitain, der hier strandete, und dem der Weg zu Lande zu beschwerlich war, um nach einem Seehafen zu gelangen, kaufte sich ein ganz kleines Boot, in welchem sich hier kein Fischer über die zweyte Brandung wagt, machte sich ein Segel von einem alten Tuche daran, und schiffte, trotz aller Vorstellungen, und, als man ihn mit Gewalt zurückhalten wollte, heimlich davon. Er langte nach einigen Tagen, obgleich der Wind heftig wehete, in Pernau an, von wo er seine glückliche Ankunft nach Domesnees meldete,

Von dem fürchterlichen Orkane, der am 24. September 1805 auf der ganzen Ostsee mit unerhörter Schrecklichkeit wüthete, so viele Schiffe zertrümmerte, und Menschen und Schätze in das tiefe Grab des Meeres

Empfohlene Zitierweise:
Ulrich von Schlippenbach: Malerische Wanderungen durch Kurland. C. J. G. Hartmann, Riga und Leipzig 1809, Seite 222. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/233&oldid=- (Version vom 7.4.2019)