Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/243

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Erklärung gefunden, die sogar dem Teufel eine Beschäftigung dabey anwies. — Der Teufel nämlich, der schon manchen müssigen Einfall gehabt, hatte einst auch den, den rigischen Meerbusen von der Ostsee zu trennen. Er supplicirte um die Erlaubniß, und diese ward mit der Bedingung zugestanden, die Arbeit in einer Nacht zu vollenden. Nun trug er die Steine zusammen; doch der arme Teufel ward vom Morgen überrascht; der Hahn krähete, und die Steine fielen ihm aus der Hand. — Der Teufel hat wohl mehr in einer Nacht gethan — und warum er hier so schwach war, verschweigt die Sage,

Der Weg ist hier, wie allenthalben in dondangscher Gränze, vortreflich, und geht durch tiefe Waldungen. Diese umgeben auch das Pastorat Irben, wo ich den Pastor Ludwig kennen und schätzen lernte. Er ist ein würdiger Greis, der hier einsam und friedlich der stillen Häuslichkeit, seiner Familie und seinen Pflichten lebt. Außer dem 4 Meilen entfernten Dondangen, ist er von allem Umgange (denn seine eingepfarrten Letten und Liven lassen sich nicht mitrechnen)

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Ulrich von Schlippenbach: Malerische Wanderungen durch Kurland. C. J. G. Hartmann, Riga und Leipzig 1809, Seite 232. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/243&oldid=- (Version vom 7.4.2019)