Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/284

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die Fischer herbeyrudern, um den Fang zu sammeln. Oft sollte man glauben, es würden die Kähne von der Flut fortgerissen oder unten vom stürzenden. Wasser zerschlagen; doch, so viel ich weiß, sind keine Beyspiele vorhanden, daß irgend einer der Fischerbauern hier zu Schaden gekommen wäre. Im Frühling und Herbst, wo das Wasser viel höher ist, passiren, Flösse, die mit Getreide beladen sind, die Rummel, um nach der Stadt und dem Hafen Windau zu gelangen; doch ist diese Fahrt auch bey sehr hohem Wasser immer mit Gefahr verbunden.

Das Ufer der Windau, worauf die Schloßruine liegt; besteht aus bloßem Fels und ist sehr hoch; doch sieht man an mehreren Stellen, daß Mauern bis unten in den Fluß hinabgereicht haben. Die Ruine des alten Schlosses war noch vor wenig Jahren die größte und schönste in Kurland, aber mit jedem Jahre werden mehr Steine aus ihr gebrochen, und bald wird nur ein großer Schutthaufen davon übrig seyn — was der prächtigen Aussicht wegen zu bedauern ist. Die mehrsten massiven Häuser in Goldingen sind von

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Ulrich von Schlippenbach: Malerische Wanderungen durch Kurland. C. J. G. Hartmann, Riga und Leipzig 1809, Seite 273. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/284&oldid=- (Version vom 21.4.2019)