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Schlachten folgtest. Du hast die lezten Zeiten nicht erlebt; wohl dir! welchen Schmerz würde dein feuriges noch immer für Preußens Wohl schlagendes Herz nicht empfunden haben? und nun fort, schnell fort von hier, ich ermüde meine Leser, die nicht Bruchstücke meiner Lebensgeschichte erwarten.

Ohngefähr eine Werst von Groß-Wormsahten ist ein spitziger mit ein paar Tannen bewachsener Berg sichtbar, Pilleskaln[WS 1] (Schloßberg) genannt. Die Volkssage erzählt, ehemals habe hier ein Schloß gestanden; der Besitzer, ein grausamer Mann, habe Schätze auf Schätze gesammelt. Einst beraubt er auch einen alten wandernden Greis und führt ihn nach seinem Schloß; doch plötzlich erbebt der Grund und unter Donnerschlägen versinkt das Schloß, und sein Besitzer und der Greis verschwinden. Durch eine Öffnung habe man in’s Schloß hinabsteigen können, – ein Bauer, der es versucht, sey indessen nie mehr zurückgekommen. Da habe man die Öffnung verschüttet,

die Höhle sehe man noch. Daß hier ehemals

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Gilleskalln; vergl. Druckfehler.
Empfohlene Zitierweise:
Ulrich von Schlippenbach: Malerische Wanderungen durch Kurland. C. J. G. Hartmann, Riga und Leipzig 1809, Seite 19. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/30&oldid=- (Version vom 24.2.2019)