Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/302

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sich, in seiner Geschichte Karls, über die schnelle Einnahme der kurischen Städte zu wundern und sagt:

C’ était plûtot un voyage, qu’une conquête.

Die Stadt litt während der Belagerungen sehr, und verarmte gänzlich,

Ein höchst sonderbares Sittengemälde der damaligen Zeit geben die Bemerkungen jener, über Goldingen sprechenden, alten Handschriften. So Z. B. finde ich folgende Notizen.

„Den 25. May 1629 ist Ernst Rosenthal, Pastor zu Frauenburg, zwischen der Schloßpforte gerichtet worden; er hat einen unhöflichen Mund auf Ihro fürstlichen Gnaden gebraucht, dito auch Wach gehalten“[1].

„Den 25. Januar 1650, dem lettischen Pastor Hinrich wurde durch Urtheil und Recht verboten, eine Kanzel im Lande zu

Empfohlene Zitierweise:
Ulrich von Schlippenbach: Malerische Wanderungen durch Kurland. C. J. G. Hartmann, Riga und Leipzig 1809, Seite 291. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/302&oldid=- (Version vom 21.4.2019)
  1. Der Ausdruck Wachhalten kömmt mehreremale vor, aus dem Zusammenhange vermuthe ich, daß es so viel heißt, als: „heimliche Ränke schmieden.“