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Die Becker, Tischler und Goldschmiede in Goldingen‚sind als die besten in Kurland, bekannt.

Von Merkwürdigkeiten dieser Stadt selbst, kenne ich keine. Die lutherische Rirche besuchte ich, und fand daselbst ein ziemlich gutes Gemälde, das über das vorspringende Gewölbe des hintern Theils der Kirche hängt, und das jüngste Gericht vorstellt[1]. Besonders hatte eine weibliche Figur, die von einem braunrothen Teufel fortgetragen wird, ein schönes, sanftes Kolorit — das hier leider! vom Teufel geholt wird,

Man sieht es übigens dem starken, gewiß bombenfesten Gewölbe, und den massiven Säulen, auf denen es ruht, beym ersten Blick an, daß das Gebäude sehr alt seyn muß. Die Orgel der Kirche ist nicht besonders groß, hat aber sehr gefällige Stimmen.

Mit vielem Vergnügen hörte ich Herrn Dr. Hennig’s schönes Orgelspiel; seine Fertigkeit

ist selten, Die Orgel ist unter den Instrumenten

  1. Bey einer neuerdings vorgenommenen Ausweissung der Kirche ist dies Gemälde abgenommen worden.
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Ulrich von Schlippenbach: Malerische Wanderungen durch Kurland. C. J. G. Hartmann, Riga und Leipzig 1809, Seite 300. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/311&oldid=- (Version vom 24.4.2019)