Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/321

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beobachtet. Doch einmal hat ihr damaliger Prediger Heinsius, der früher Preußischer Husar gewesen seyn soll, sie bey diesen kurisch-königlichen Festen überrascht, und die nackten Prinzen mit schweren Geiselhieben bekleidet.

Ich habe dem Leser nun genug über diese Könige gesagt, die Bauern geworden, wie man von Gartenblumen erzählt, die mit der Zeit zu gemeinen Feldblumen ausarten — und bitte ihn mich auf dem Wege nach Hasenpoth zu begleiten —: wo er eine alte von Fachwerk erbaute Kirche, und ihr gegenüber eine, in drey große Stumpfe sich theilende große Linde zu betrachten hat. — Die sogenannte Peterskirche (eine Filialkirche der Hasenpothschen) in der nur lettischer Gottesdienst gehalten wird; ist, nach einer notorischen Sage, ganz auf Kosten eines reichen Bauer des Gutes Kloster-Hasenpoth, vor mehr als 200 Jahren erbaut worden, denn in jenzeitigen Dokumenten findet man dieser Kirche schon gedacht. — Noch jezt sind ehrbare Wirthe der Güter Kloster-Hasenpoth und Kikurn die Vorsteher der Kirche,

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Ulrich von Schlippenbach: Malerische Wanderungen durch Kurland. C. J. G. Hartmann, Riga und Leipzig 1809, Seite 310. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/321&oldid=- (Version vom 23.4.2019)