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fliegenden Schwalben mit großem Lärm nachsetzte, ohne sie jemals erreichen zu können, nicht erweckt; so wäre dem Leser sogar die Bemerkung verloren gegangen, der zufolge ich, und mich däucht ziemlich richtig, in dem Hunde einen spekulativen Philosophen erblickte. Wies dieser den Schwalben, dachte ich, ziehen manche Philosophen den zwischen Himmel und Erde schwebenden spekulativen Gestalten mit lautem Lärm nach, ohne sie jemals zu erreichen. Je dichter der Nebel den Himmel deckt, je näher schweben sie der Erde; doch auch dann dem tobenden Ich des lärmenden Spekulanten unerreichbar, der zufrieden seyn muß, sich selbst nur in seinem vergeblichen Bemühen mit lauter Stimme ausgesprochen zu haben.

Indessen langten wir in Schrunden an, und hier will ich, bis der Nebel fällt und heiteres Wetter einen Spaziergang erlaubt, aus der mir sonst so bekannten Gegend, der ich vorbeygefahren bin, einiges nachholen, was vielleicht dem Leser Unterhaltung gewähren kann.

Katzdangen, mit seinem Prachtgebäude,

Empfohlene Zitierweise:
Ulrich von Schlippenbach: Malerische Wanderungen durch Kurland. C. J. G. Hartmann, Riga und Leipzig 1809, Seite 334. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/349&oldid=- (Version vom 5.5.2019)