Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/360

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hört man eben so oft als Tadel ausdrücken sollende Vergleiche mit allen möglichen Thieren, und vorzüglich mit dem Teufel, der, bey dem einzigen Pferdefuß, dennoch alle Pferdefehler an sich haben, und bald, wie dieser blind, oder lahm, oder alt, oder krank seyn soll. Während dem ich so dem Handel mit Pferden zusah, waren die meinigen angespannt, und ich kam zeitig nach dem 4 Meilen von Schrunden entfernten Frauenburg. Der Weg dahin, durch Wald und Fläche, hat nichts, was bemerkenswerth wäre. Dagegen liegt Frauenburg selbst, wo auch ehemals ein Schloß (1341 von Burchard von Dreylewen erbaut) gestanden hat, von dem jedoch nur Ruinen von Ruinen _ übrig sind, recht angenehm an einem Bache, den, wenn ich nicht irre, die Chronik die Daune nennt. Hier ist die Kirchspielskirche, eine Poststation und ein Briefkomptoir; ehemals hatte auch das Hauptmannsgericht hier seinen Sitz.

Wir waren früh genug angekommen, um noch einen Spaziergang nach dem benachbarten Gute Berghoff zu machen, das

Empfohlene Zitierweise:
Ulrich von Schlippenbach: Malerische Wanderungen durch Kurland. C. J. G. Hartmann, Riga und Leipzig 1809, Seite 345. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/360&oldid=- (Version vom 5.5.2019)