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Über Bächhoff, wo sich eine Poststation befindet, ging es nun durch manche recht interessante Gegenden, der Birtenschen Mühle und Annenhoff vorbey, nach dem Mescheneekschen Kruge. Es war erst vier Uhr Nachmittags, da ich anlangte, und ich beschloß bald, um bey dem heitern Wetter des herrlichen Parks mit Muse genießen zu können, die Nacht hier zu bleiben.




Der Park zu Mescheneeken.

Der Eingang zum Park, zu dem das in diesem stehende Landhaus und der Krug mit gehören, ist an der Heerstraße, mitten in einem tiefen Fichten- und Tannenwalde, neben einer kleinen Wiese. Ein gerader, acht Fuß breiter Gang, führt auf eine, in Form eines Tempels errichtete Tafel, die folgende Inschrift trägt:

Viel Wege hat Natur, den Menschen zu erfreun;
Doch auch auf kleinen stillen Pfaden
Will sie dem Guten Freuden streun.
Sieh’, Wandrer! diese Zweige laden,
Dich zu erquicken, zu erfreun,
In ihre stillen Schatten ein.

Empfohlene Zitierweise:
Ulrich von Schlippenbach: Malerische Wanderungen durch Kurland. C. J. G. Hartmann, Riga und Leipzig 1809, Seite 358. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/373&oldid=- (Version vom 5.5.2019)