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Bücher aufbewahrt, in denen Reisende, die diesen Park besuchen, ihre Namen und Bemerkungen, die zum Theil die Gefühle beym Anblick dieser Gegenden, zum Theil auch nur die Tendenz der ganz eigenen Ansicht der Beschauer bezeichnen, geschrieben haben.

Ein Fuhrmann aus Königsberg hat eine sehr naive Bemerkung, deren es hier in allen Sprachen giebt, niedergeschrieben. Sie lautet:

„Ich fahr in einem. fort,
Und komme selten an diesen Ort;
Doch wenn ich hier verweile,
So hab ich wenig Eile.“

Die letzte Versicherung gilt als Beweis, daß, trotz dem immerwährenden Fahren, die Seele des Fuhrmanns dennoch nicht alle Fracht an lebendigem Gefühl für die Schönheiten der Natur abgesetzt hatte. Vor dem Eingange der Strohhütte stehen eng beysammen vier Tannen, wie Schweizer vor diesem Throne der Einsamkeit und Ruhe. Ich führe den Leser wieder zurück zu der Allee, die wir verließen, um den schönen Pfad an den Ufern des Baches nicht zu verlieren, und zu einer großen weiten Wiese, die an

Empfohlene Zitierweise:
Ulrich von Schlippenbach: Malerische Wanderungen durch Kurland. C. J. G. Hartmann, Riga und Leipzig 1809, Seite 365. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/380&oldid=- (Version vom 12.5.2019)