Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/400

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Flut, der ihr schönes Bild doppelt zurückstrahlt, vorüber. Man denke sich dabey die sehr gut unterrichtete, aus 14 Personen bestehende Kapelle des edlen Besitzers, wenn sie in den, dem Häuschen gegenüber liegenden Gebüschen, Harmonien ertönen läßt, die, von sanften Westen über die Wellen getragen, wie Träume einer bessern Welt vorüberziehen; o! dann wird man gewiß gerührt gestehen, daß auch in dem nördlichen Klima unsers Vaterlandes ein hoher Natur- und Kunstgenuß möglich wird, wenn man diesen zu erreichen, nur nicht Kosten und Mühe scheut. Mehrere in der Nähe von Heyden stehende Wäldchen werden auf die geschmackvollste Art mit dem Park verbunden werden, so daß der Umfang desselben noch den des Mescheneekschen übertreffen wird. Ein sehr geschmackvoller Tempel mit einer runden Kuppel, auf freystehenden jonischen Siulen ruhend, war eben fertig geworden, Er steht auf einer Anhöhe, unter Gruppen blühender Sträuche und Blumen. In einer andern Partie des Parks war eine Voliere, an die sich ein geräumiges Zimmer anschließt, im Entstehen begriffen, Allenthalben sah man

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Ulrich von Schlippenbach: Malerische Wanderungen durch Kurland. C. J. G. Hartmann, Riga und Leipzig 1809, Seite 385. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/400&oldid=- (Version vom 12.5.2019)