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ist von wenigen Überresten eines Walles umgeben, der, als Schutzwehr der Einwohner, verfallen und umgewühlt, nur noch die an ihm lehnenden, und Freuden mancherley Art geweihten Häuser, verdeckt. Unter den öffentlichen Gebäuden verdient besonders das ehemalige Residenzschloß der Herzoge bemerkt zu werden. Es liegt an der Ostseite der Stadt, zwischen der Aa und der Drixe, von Wall und Graben umringt. Den Bau des ersten hiesigen Schlosses fing im Jahr 1271 der Herrmeister Konrad von Medem an, mehrere Jahre später wurde er aber erst durch Eberhard von Monheim vollendet. Nachdem disse Burg 1345 von den Lithauern, auf einem Streifzuge, verwüstet war, wurde sie in der Folge wieder hergestellt, und im Jahr 1705, als sie die Schweden in Besitz hatten, von russischen Truppen, unter Peter dem Großen, der damals selbst in der Stadt gegenwärtig war, (den 4.Sept.) erobert. Das jetzige Schloß ist vom Herzoge Ernst Johann im Jahr 1736, nach einem Risse des Grafen Rastrelli, der auch das Winterpalais in St. Petersburg gebauet hat, angefangen und späterhin weiter ausgeführt worden. Es

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Ulrich von Schlippenbach: Malerische Wanderungen durch Kurland. C. J. G. Hartmann, Riga und Leipzig 1809, Seite 411. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/426&oldid=- (Version vom 12.12.2020)