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nicht ohne Rührung naht. Hier endlich ver- schlofs auf ewig der schwere Sargleckel die Entwürfe, die Plane, mit denen diese schlum- imernden Herrseher nach Gröfse rangen, Der Kinrlinder, der das Glück empfindet, ein UnterthanAlexanders zu seyn, durf, selbst im Gefühl einer beglückenden Gegenwart, der Vergangenbeit mit Rührung gedenken, die ihn an die Zeiten seiner Väter erinnert; an jene Zeiten, wo Charaktergrüfse und männ- liche Stärke, die weniger feine Ausbildung in reichlichem Mafse ersetzte, und wo ge- wils kein Gold und keine Würde, auch nur einen Grenzstein des Vaterlandes hätte er- kaufen können, Dreylsig grölstentbeilsschim- mernde Metallsärge, stehen hier wie Tro- phäen der Siege des Todes über Gewalt und Stärke im Leben, und jene Züge, die ehe- mals auf Gold- und Silbermünzen prangten, hat nanmelir die Verwesung, nach ihrer Weise; weniger sehmeichelnd in Särge aus Zinn und Kupfer umgeprägt und in diesem ihrem Schatzgewülbe aufbewahrt Von dem ersten Herzöge Gotthard Kettler, der das herr- meisterliche Kreuz , was sehr wahrscheinlich ist, nicht um eine Krone, sondern nıchr um

Empfohlene Zitierweise:
Ulrich von Schlippenbach: Malerische Wanderungen durch Kurland. C. J. G. Hartmann, Riga und Leipzig 1809, Seite 413. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/428&oldid=- (Version vom 28.2.2019)