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und Litthauern gesammelten Heere von 30,000 Mann vor Ambothen und belagerte es. Der kriegserfahrnere Heermeister Gröningen indeß, hatte sich der Feste Ambothen mit seinem Volke, ohne daß ihn die Feinde geahnet hätten, genähert, und als die Litthauer eben die Burg stürmen wollten, einen Wald erreicht. Aus diesem Hinterhalte überfiel er mit dem Ordensmarschall Berwaldt vereint den Feind, und überraschte ihn so sehr, daß dieser sogleich zu fliehen begann; – von den Litthauern und Kuren wurden 1500 Mann getöutet und viele gefangen gemacht. Das Ordensheer dagegen büßte nur 40 Ordensritter und 10 Mann Waffenknechte ein. Die Burg Ambothen war auf diese Weise entsetzt und wurde nachher noch besser befestigt, so daß man ihre Eroberung in den spätern Zeiten schwer möglich hielt. Auch die spätere Chronik bemerkt, daß, als die Piltensche Ritterschaft nach dem Tode ihres gütigen Herzogs Magnus, der zu Pilten im Jahr 1683 starb, mit dem Kardinal Radziwill[WS 1] kriegte, sich zwar die

Festung Ambothen, deren Commandant ein

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: Rodziwill; vergl. Druckfehler.
Empfohlene Zitierweise:
Ulrich von Schlippenbach: Malerische Wanderungen durch Kurland. C. J. G. Hartmann, Riga und Leipzig 1809, Seite 39. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/50&oldid=- (Version vom 24.2.2019)