Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/84

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Schlacht eingenommen und zerstört; daher denn auch, nach Arndt, das in der Folge erbaute Ritterschloß nicht von Diederich von Gröningen, im Jahre 1248, sondern später seine Entstehung erhalten haben dürfte, Doch auch dieß Ritterschloß ist mehrmals zerstört worden; dafür ruht es auch jezt desto länger, und wird, obgleich noch vor wenig Jahren eine Reparatur möglich war, nicht mehr bewohnt. Es zerfällt nach und nach ganz in Trümmer. Die Außenwände sind noch stark und gut, und vor 10 bis 12 Jahren. habe ich selbst noch einzelne bewohnbare Gemächer und die Reste einer alten Rüstkammer dort angetroffen. Die Lage dieser Burg, deren Wälle und Gräben sich ziemlich erhalten haben, ist überaus angenehm, ebenso die Aussicht nach Liebau, über den See hinweg. Gottsched, der Veteran der deutschen Poesie, rühmt in seinen Schriften ein seltenes Echo, das bey diesem Schloß einen ganzen Hexameter des Virgils

 
„Tityre tu patulae recubans sub tegmine fagi“

deutlich wiederholt hätte, Aber der Buche

Empfohlene Zitierweise:
Ulrich von Schlippenbach: Malerische Wanderungen durch Kurland. C. J. G. Hartmann, Riga und Leipzig 1809, Seite 73. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/84&oldid=- (Version vom 2.3.2019)