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nach Rom zogen, aufpassen und unter diesen auch einige Domherren mit gebundenen Händen und Füßen unter das Eis schieben lassen. Der christliche Voigt entschied hier bestimmter, als das heidnische Loos, und ließ nachher ein Schreiben an alle Bischöffe in Liefland ergehen, worin er dieß Blutopfer als „von Amteswegen vollzogen“ charakterisirte, und sich die solchergestalt geschehene Säkularisation nicht des Domkapitels, sondern der Domherren selbst zum großen Verdienst anrechnete. — Ein polnischer Heerführer Comorowsky hatte im Jahr 1659 hier ein anderes Unglück, und ihm wurden die genossenen gebrannten Wasser so schädlich, als den Domherren die Fluten der Lissa — Nach einem Gastmahle, das die Chronik ein stattlich Banquet nennt, und das die Freude über den Sieg der polnischen Truppen veranstaltet hatte, fuhr er berauscht auf einem Leiterwagen in’s Lager zurück, Doch sein herabhängendes langes Halstuch gerieth in’s Wagenrad, und schnürte die brave Kriegsgurgel, die so eben für’s Vaterland das ihrige gethan, auf ewig zu.

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Ulrich von Schlippenbach: Malerische Wanderungen durch Kurland. C. J. G. Hartmann, Riga und Leipzig 1809, Seite 75. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/86&oldid=- (Version vom 2.3.2019)