Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/90

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eines *schen Oberwundarztes; und für einen solchen gab sich denn der Mann aus, Um seine Kenntnisse noch mehr zu begründen, redete er mich mit einigen Worten des möglichst schlechtesten Latein an, und versicherte, diese Sprache einst nebst mehreren anderen mit der größten Fertigkeit gesprochen zu haben. „Doch, was ich gewesen bin,“ fuhr der verunglückte Sohn Aeskulaps fort, „das können Sie aus der Silhouette sehen, die mich als Oberwundarzt zeigt.“ Die Anrede schloß sich endlich, nach Hererzählung einer Menge Unglücksfälle, mit der Bitte um ein Almosen. Ich machte die Benerkung, daß sich das Original mit der auf Glas gezeichneten Kopie im auffallendsten Kontrast befände. Denn jenes stand schwarz und schmutzig im Golde des Sonnenlichtes vor mir, die Kopie aber zeichnete die Figur golden auf schwarzem Grunde. Er sprach ein langes und breites über das Systema Browniana. Bey ihm hätte das System doch wohl mehr als bey allen andern ein Neutrum seyn können. Übrigens war der Einfall, sich selbst im goldnen Abriß

Empfohlene Zitierweise:
Ulrich von Schlippenbach: Malerische Wanderungen durch Kurland. C. J. G. Hartmann, Riga und Leipzig 1809, Seite 79. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/90&oldid=3492893 (Version vom 3.3.2019)