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sich Liebau allmälig zu seinem nachherigen Handelsflor, und errang nach und nach den Sieg über Grobin. Im Jahre 1625 erhielt es vom Herzoge Friedrich wichtige Privilegia und eigene Ländereyen und Bauern, die nachher durch Ankauf noch vermehrt wurden,

Liebau zähle 2124 Einwohner männlichen, und 2382 weiblichen Geschlechts, worunter 331 männliche und 366 weibliche zur Stadt gehörige Erbunterthanen mit begriffen sind. Die Zahl der Häuser, welche mehrentheils alle von Holz sind, beträgt überhaupt 446. Außerdem giebt es noch darin gegen 30 Speicher, 5 Kirchen, ein reformirtes Bethaus und mehrere öffentliche Gebäude, worunter sich 3 Schulen, das Waisen- und Armenhaus und ein Lazareth befinden. Vierzig Straßen führen nach verschiedenen Richtungen durch die Stadt, unter welchen die sogenannte große Straße auch die größte und breiteste, und eben so wie der geräumige Marktplatz, gepflastert ist. Der Hafen Liebau’s, dessen Breite 25 bis 50 Faden beträgt, war eine Zeitlang in Gefahr

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Ulrich von Schlippenbach: Malerische Wanderungen durch Kurland. C. J. G. Hartmann, Riga und Leipzig 1809, Seite 82. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/93&oldid=- (Version vom 3.3.2019)