Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/95

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da er früher nur 125 bis 150 halten konnte.

Liebau’s Handel wird durch seinen Hafen, der unter allen russischen Häfen am längsten befahren werden kann, und schon lange offen ist, wenn wegen des Eises noch kein Schiff in Windau oder Riga einlaufen kann, sehr begünstigt; und der Kommerz, der hier getrieben wird, ist nicht so unwichtig, als er vielleicht manchem scheinen möchte. Im Durchschnitt kann man den Werth der exportirten Waaren jedes Jahr auf zwey Millionen Rubel berechnen, und den Werth der eingehenden 7 bis 800000 Rubel, Nur im Jahr 1802 sind deren mehr — nämlich für 17048165 Rubel 55 Kopeken eingeführt worden. Die Ausfuhr besteht vorzüglich in rohem ünd verarbeitetem Leder, Flachs, Hanf, Butter, gesalzenem Fleisch, Federn, Lein- und Hanfsaat, Talg, Tobacksblättern und Getreide. Der größste Theil davon geht nach Portugal, Holland und England. Die Kaufleute, deren mehrere sehr ansehnliche Geschäfte machen, sind hier entweder Kommissionäre, die, im Auftrage der

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Ulrich von Schlippenbach: Malerische Wanderungen durch Kurland. C. J. G. Hartmann, Riga und Leipzig 1809, Seite 84. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/95&oldid=- (Version vom 3.3.2019)