Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/96

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Ausländer, Landesprodukte verschiffen, oder Spekulanten , die für eigene Rechnung handeln, oder Krämer, die ausländische Waaren aller Art feil bieten. Nur selten hört man von Falissements, da der Liebausche Kaufmann größtentheils eben so redlich als vorsichtig im Handel ist, Eine eigene Art von Tauschhandel, bey welchem der Kaufmann unendlich gewinnt, wird hier mit den Litthauern getrieben. Wenn ein litthauischer Kommissionär, — so heißen dort die Ökonomen der Landgüter — oder auch zuweilen der Gutsbesitzer selbst zur Stadt kommt, so kehrt er mit allen seinen Leuten, und mancher auch wohl von seiner Familie begleitet, bey demjenigen Kaufmann, mit dem er gewöhnlich Geschäfte macht, ein; mehrere Tage pflegt er dann im Hause seines Freundes zu verweilen, ohne sich etwas an Speise oder Trank abgehen zu lassen. Dafür ist er denn seiner Seits, wieder so gefällig, die Preise der mitgebrachten Landesdukte und der Waaren, die er gewöhnlich dafür entgegen nimmt, von seinem Handelsfreunde selbst bestimmen zu lassen; beyde

Empfohlene Zitierweise:
Ulrich von Schlippenbach: Malerische Wanderungen durch Kurland. C. J. G. Hartmann, Riga und Leipzig 1809, Seite 85. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:VonSchlippenbachMalerischeWanderungenDurchKurland.pdf/96&oldid=- (Version vom 3.3.2019)