Seite:Von Koburgischen Künstlern.pdf/13

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Zusatz: „hätte er 300 gefordert, er hätte sie auch bekommen, denn diese Arbeit ist es wehrt.“ Dieß sind ihre eigenen Worte.

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 Doch, so ausserordentlich geschickt auch dieser ist: so gibt ihm gleichwohl sein nächst folgender Bruder, Ludwig Friedrich Walther, geboren im Jahr 1758, nichts nach, wofern er ihn nicht noch übertrifft. Auch dieser erlernte die Kunst, Steine zu schneiden, von seinem braven Vater, und zwar mit unglaublicher Geschwindigkeit und Leichtigkeit, weil er noch mehr Genie und Anlage dazu hatte, als sein ältester Bruder. Schon in seiner frühen Jugend beschäfftigte, er sich am liebsten mit Arbeiten, die sich auf diese Kunst beziehen. So poussirte er unter andern als zarter Knabe schon sehr fein in Wachs, sogar in der Schule, so bald er sein Pensum aufgesagt hatte. Sein Lehrer bemerkte mit wahrem Vergnügen dessen Geschicklichkeit und schöne Anlagen zum einstmahligen Künstler, sahe auch oft durch die Finger, und tadelte nur eben diese seine Nebenbeschäfftigung als zweckwidrig, wenn seine Mitschüler zu aufmerksam darauf wurden, und ihre Pflicht darüber vergaßen. Nach zurückgelegten Schuljahren widmete er sich ganz seiner Kunst, studirte unter der Anweisung

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Anonym: Von Koburgischen Künstlern in: Journal von und für Franken, Band 6. Raw, Nürnberg 1793, Seite 269. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Von_Koburgischen_K%C3%BCnstlern.pdf/13&oldid=- (Version vom 1.8.2018)