Seite:Von Koburgischen Künstlern.pdf/21

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überzeugt, wie viel die Cultur des Geistes Einfluß auch auf seine Kunst hat. Auch den Bruder, der vor kurzem nach Petersburg zu seinem ältesten Bruder abging, hat er nach seinen besten Kräften unterstützt, um sich möglichst gut auf seine Wanderschaft zuzubereiten, und endlich mit einem sehr ansehnlichen Reisegeld aus seinen Mitteln beschenkt.

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 Durch den berühmten Goldarbeiter und Juwelier Scharf; (von dem ich künftig vielleicht einige nähere Nachrichten gebe,) erhielte Herr Walther einen sehr vortheilhaften Ruf nach Holland; aber um des weinenden Vaters und seiner kleinen Geschwister willen schlug er ihn aus, so wie auch den zweyten, welchen er kurz darauf nach Meklenburg-Schwerin, und zwar durch den Prinzen Christian Franz, bekam, und im Jahre 1784 noch einen dritten nach Hessencassel zu dem berühmten Hof-Medailleur Kirchels. Dieser wünschte sich nämlich wegen seines hohen Alters, und weil seine Ehe kinderlos war, eines braven Mannes Sohn, den er an Kindes statt annehmen wollte, der aber auch zugleich geschickt genug wäre, seine Stelle künftig zu vertreten und auszufüllen. Er wendete sich daher an Johann Thomas Walther, und bat um diesen

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Anonym: Von Koburgischen Künstlern in: Journal von und für Franken, Band 6. Raw, Nürnberg 1793, Seite 277. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Von_Koburgischen_K%C3%BCnstlern.pdf/21&oldid=- (Version vom 1.8.2018)