Seite:Von den Teutschen Schulen in Nuernberg.pdf/3

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und Rechenkunst zog, von welchen einige nachher in Nürnberg selbst Rechenschulen eröffneten. Als Schriftsteller hat sich unter denselben am berühmtesten gemacht Sebastian Kurz in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts.[1]

Die eigentliche Zunftverfassung derselben scheint erst 1613 entstanden zu seyn, wie folgender Rathsverlaß beweiset:

Vf der Herrn Deputirten widerbrachtes bedenken, die teutschen Schulen betreffend, Ist befolen, die Zal derselben auf 48. zustellen, vnd in dieselbe auch Niclaus Zirlein aufzunemen, vnd Ime die Innwohnung auf zwey Jar zu vergönnen, die auffthailung aber diser Schulen dergestallt anzustellen, daß sie, so viel müglich, nit zu nahe und zu weit von ein ander zu wohnen, Jedoch in solcher auffthailung nit so eben vff die acht Virtel der Statt zusehen, weil dieselbe ein ander seer vngleich sein, und die vebrigen, so in dieser Zal der 48. nit begriffen, alle abzuschaffen, auß den Zugelassenen aber drey oder vier der Vornembsten zu vorgehern und Aufsehern zu verordnen, dergestallt, daß sie nit allein zu gewisen Zeiten die andern Schulen visitirn, sondern auch die Jenige, so in diese Zal aufzunemen, examinirn sollen, Auch diese alle die verfaste pflicht Järlich vor dem Amptbuch leisten zulassen, Doch alles mit ofner handt, Actum den 1. Novembris Anno 1613.

per Herren Deputirte.     



  1. s. Herrn Prof. Wills Nürnb. gel. Lex.
Empfohlene Zitierweise:
Anonym: Von den Teutschen Schulen in Nürnberg in: Journal von und für Franken, Band 1. Raw, Nürnberg 1790, Seite 392. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Von_den_Teutschen_Schulen_in_Nuernberg.pdf/3&oldid=- (Version vom 1.8.2018)