Seite:Wackernagel Geschichte der Stadt Basel Band 3.pdf/64

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Bettingen, 1515 Münchenstein, 1515/26 Pratteln, 1515 Strübinsche Rechte in Ziefen usw., 1516 Ötlingen, 1516 Michelfelden, 1516/21 Hüningen, 1517 Frenkendorf, 1518 Bottmingen, 1518 Sierenz, 1518/21 Röteln, 1518/23 Ramstein, 1518/24 Landser, 1518/25 Lisle, 1519/22 Pfäffingen, 1519/26 Benken, 1520/21 Biedertal und Liebenzweiler, 1520 Hertensteinische Gefälle in Diegten usw., 1521 Eptingische Waldung in Muttenz, 1522 Riehen, 1522 Klybeck.

Die Darstellung wird sich dagegen an die Komplexe halten müssen (eidgenössische Herrschaften, rechtsrheinisches Gebiet, Sisgau, Birstal, Sundgau, Burgund), denen diese territoriale Politik gilt.


Die eidgenössischen Herrschaften.

Bei der Erwerbung der eidgenössischen Herrschaften handelte Basel im Gesamten des eidgenössischen Lebens. Als Eigenart dieser Herrschaften erweist sich überdies, daß sie zum größern Teil Eroberungen waren, daß sie keinen Zusammenhang mit dem baslerischen Stammlande hatten, daß Basel sie gemeinsam mit andern Orten besaß.

Im Juli 1512, während das eidgenössische Heer die Franzosen aus Oberitalien trieb, nahmen die vier Orte Bern Solothurn Freiburg Luzern die Grafschaft Neuenburg am See ein. Sie stand dem Prinzen Ludwig von Longueville zu, der sie durch seine Verheiratung mit Johanna von Hachberg erworben hatte, und war den Städten Bern und Solothurn „mit Burgrecht verwandt“. Die Einnahme geschah, „weil die Grafschaft an der Grenze der wälschen Lande gelegen sei, und um zu verhindern, daß daselbst fremdes, der Eidgenossenschaft feindliches Volk einsitze“. Den vier genannten Orten gegenüber verlangten die übrigen Orte Teilnahme am Besitz; auch Basel trat hiefür ein, indem es geltend machte, die vier Orte hätten die Grafschaft „in dieser Feindschaft eingenommen, in welcher wir Alle sind und für welche wir Alle arbeiten und leiden“. Im Jahre 1514 wurde demgemäß die Grafschaft zu Händen und Gewalt gemeiner Eidgenossen, mit Ausnahme Appenzells, gestellt.

Von diesem Jahre 1514 an datieren somit auch die Rechte Basels an Neuenburg. Jährlich sandte es jetzt seinen Vertreter (Hans Gallizian, Hans Oberriet usw.) zu der Sitzung daselbst, in der die Rechnungen der Beamten abgenommen wurden. Es hatte seinen Teil an den Einnahmen. Im Juli 1515, als zum Schutze gegen Frankreich Neuenburg und Yverdon mit eidgenössischen Truppen besetzt wurden, hatte auch Basel Mannschaft dort.

Empfohlene Zitierweise:
Rudolf Wackernagel: Geschichte der Stadt Basel. Dritter Band. Helbing & Lichtenhahn, Basel 1924, Seite 43. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Wackernagel_Geschichte_der_Stadt_Basel_Band_3.pdf/64&oldid=3403491 (Version vom 1.8.2018)