Seite:Wie soll man Urkunden ediren?.pdf/26

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bedingtermassen, die zumal in späteren Zeiten vorkommende, nutzlose Verdoppelung und Häufung von Consonanten beigesellen könnte. Wenigstens wird man den Vorwurf der Ungenauigkeit nicht daraus ableiten wollen, wenn man, um bei dem von Mone a. a. O. gewählten Beispiele zu bleiben, statt ffal und ffund, fal und fund gedruckt findet. Offenbare Schreibfehler, lapsus calami, sinnlos doppelt gesetzte Worte, müssen im Texte allerdings beseitigt werden. Mir scheint indessen doch, dass auch dieses niemals brevi manu geschehen sollte. Was die im Originale ausgestrichenen (zuweilen interpunctirten) Worte betrifft, so kann es unter Umständen wesentlich sein, dieselben kennen zu lernen. Sie sind daher in einer Note anzugeben, im Texte aber zu beseitigen. In Rücksicht auf die Interpunction existiren verschiedene Meinungen. Man wird aber wohl daran thun, lieber etwas zu wenig als zu viel zu interpungiren, oder, wie sich Arnold in seiner interessanten Forschung zur Geschichte des Eigenthums in den Städten Seite XIII. ausdrückt, wenn man keine strenge Interpunction durchführt, vielmehr auf leise Nachhülfe sich beschränkt, insoweit das Verständniss der Urkunde eine solche fordert. Die Interpunction der Originale beizubehalten, ist nur in Ausnahmsfällen zulässig, wenn man nämlich Werth darauf legt, ein

Empfohlene Zitierweise:

Karl Heinrich Roth von Schreckenstein: Wie soll man Urkunden ediren?. Verlag der H. Laupp’schen Buchhandlung, Tübingen 1864, Seite 19. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Wie_soll_man_Urkunden_ediren%3F.pdf/26&oldid=2663232 (Version vom 4.5.2016)