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Seite:Wiener Zeitschrift für Kunst usw. 1828 Correspondenz aus Dresden.djvu/2

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des Spottes, Witzelns und Krittelns zu betrachten, nie sich über das Gelungene zu freuen, nie das Gute zu bewundern, sondern einzig das Mangelhafte aufzusuchen! Da dieser Ton von den Künstlern selbst ausgeht, und unter ihnen bis zu den jüngsten Anfängern herab herrscht, so muß man wahrlich mit Rührung die innere Wärme des Kunsteifers bewundern, durch deren himmlische Kraft doch noch, trotz aller sie umwehenden, scharfen Eisesluft, so manches wahrhaft Schöne erblüht! Doch man fühlt es deutlich, sie muß endlich, verschüchtert, vollends erkalten; – schmerzlich sieht man diese Winterszeit nahen, die wohl, einmal eingetreten, für Generationen dauern kann – gewiß aber um nachher desto ersehnter und frischer zu erblühen! diesem Zeitenwechsel ist nun einmal Alles auf Erden unterworfen!

(Die Fortsetzung folgt.)



Empfohlene Zitierweise:
Unbekannt: Correspondenz-Nachrichten, Dresden, Anfang September 1828. Anton Strauß’s sel. Witwe, Wien 1828, Seite 995. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Wiener_Zeitschrift_f%C3%BCr_Kunst_usw._1828_Correspondenz_aus_Dresden.djvu/2&oldid=- (Version vom 26.6.2025)