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als dem Noah das junge Ölblatt, welches die Taube brachte. In der göttlichen Rechtfertigung singen die h. Engel, welche sich über Sünder freuen, die Buße thun, der bedrängten Seele: „Friede auf Erden!“ (Luk. 2, 14.) In der Absolution singt die h. Kirche, nicht minder über bußfertige Sünder erfreut, durch ihre Diener dem verlangenden Herzen: „Friede im Himmel!“ (Luk. 19, 38.) Rechtfertigung im göttlichen Gerichte und Absolution auf Erden, die beiden sind unzertrennlich: die eine ein Echo der anderen, ja, Eine Stimme, durch welche Himmel und Erden des Preises göttlicher Gnade und Barmherzigkeit voll werden. Was im Himmel der dreieinige Gott losspricht, spricht seine Kirche auf Erden los, was seine Kirche losspricht, das spricht auch ihr Gott und HErr im Himmel los. Darum wahrlich selig ein gläubiger Absolvend! Er kann nach empfangener Absolution fröhlich jauchzen: „Wer will die Auserwählten Gottes beschuldigen? Gott ist hie, der da gerecht macht! Wer will verdammen? Christus ist hie, der gestorben ist; ja vielmehr, der auch auferweckt ist, welcher ist zur Rechten Gottes und vertritt uns!“ Röm. 8, 33 ff.


27.
Wer wird absolviert? (dazu gehört auch 28–30.)

 Zur Absolution zugelassen wird ein jeder, welcher seine Sünden erkennt, bereut, bekennt und

Empfohlene Zitierweise:
Wilhelm Löhe: Einfältiger Beichtunterricht für Christen evangelisch-lutherischen Bekenntnisses. Kommissionsverlag der Buchhandlung der Diakonissenanstalt, Neuendettelsau 1900, Seite 70. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Wilhelm_L%C3%B6he_-_Beichtunterricht_(4._Auflage).pdf/72&oldid=- (Version vom 17.7.2016)