Seite:Wilhelm Löhe - Lebenslauf einer heiligen Magd Gottes aus dem Pfarrstande 2 Aufl.pdf/32

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Stylus simplicitatis.

 1. Im zweiten Briefe an den Bräutigam, am Himmelfahrtstage 1837, schrieb sie, wie zur Einleitung ihres Briefwechsels, – denn der Brief mit ihrem Ja ist für sich – wie folgt:

 „Heute ist des HErrn Himmelfahrt. Ich bin fröhlich in meinem Gott, denn Er wird auch uns segnen vom Himmel, wie Er Seine Jünger gesegnet hat, und auch mein lieber Herr Löhe und seine Helene werden die Kraft Seines Geistes empfahen. Nach Seiner Verheißung wird der HErr bei uns sein alle Tage bis an des Lebens Ende; mit Ihm haben wir alles! Wenn wir nur Dich haben, so fragen wir nichts nach Himmel und Erde; wenn uns gleich Leib und Seele verschmachtete, so ist doch Gott unseres Herzens Trost und unser Theil! Amen.“ –

 2. Da es sich um Anschaffung von Möbeln etc. handelte, wendete sie einfach den Grundsatz der Einfalt, der sie unbewußt leite, auch auf die Möbel an und schrieb:

 „Wie dürften wir uns Pracht im Irdischen wünschen, da unser HEiland arm ward auf Erden um unsertwillen, damit wir durch Seine Armuth reich würden. Nur reich an himmlischen Gütern wolle uns der HErr machen. Reich an Glauben, Liebe und Demuth.“ –