Seite:Wilhelm Löhe - Lebenslauf einer heiligen Magd Gottes aus dem Pfarrstande 2 Aufl.pdf/42

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leiten auf Seinen Wegen. Der HErr hat bis hieher geholfen, und uns gesegnet, Er segne uns auch reichlich in der Ehe und gebe, daß wir in Demuth Seine Gnadenkinder bleiben! In JEsu Namen! Amen.“ –

 „Ein Lieblingsvers von mir ist der: „Der ewig reiche Gott woll uns in unserm Leben ein immer fröhlich Herz und edlen Frieden geben.“ So theil ich Dir, meinem Liebsten, denn heute mit, daß ich recht vergnügt in Gott bin.“ –

 13. Der Bräutigam hatte Helene eine Predigt über die Entschuldigungen der Geladenen, die er in einer Landgemeinde gehalten hatte, geschickt. Darauf schrieb sie:

 „Gott wolle in uns thronen, Seine Gnade in uns hausen, Sein Geist uns regieren immerdar! Du läßt Dich nicht entschuldigen, daß Du ein Weib genommen hast. Nein, sondern Dein Weib geht mit Freuden mit, und bin froh, daß Du auch, da Du noch nicht der Meine warst, mich genöthigt. Wenn ich nur den HErrn von Anfang geliebt, und nun, da ich Ihn liebe, sagen dürfte, daß ich Gott liebe von ganzem Herzen, von ganzer Seele und aus allem Vermögen!“ –

 14. Die Stimmungen und die Sehnsucht, immer gleich und heiter vor dem HErrn gestimmt zu sein, kamen in Helenens Briefen öfter vor. Antwort war gegeben, beide Brautleute hätten ziemlich gleiche temperamentliche Anlage. Darauf schrieb sie, – Du wirst