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Am 3. Sonntag nach Epiphanias.
(Tag der Bekehrung Pauli.)
(Nürnberg 1835.)


Apg. 9, 1–22. Saulus aber schnaubte noch mit Drohen und Morden wider die Jünger des HErrn, und ging zum Hohenpriester und bat ihn um Briefe gen Damaskus an die Schulen, auf daß, so er etliche dieses Weges fände, Männer und Weiber, er sie gebunden führte gen Jerusalem. Und da er auf dem Wege war und nahe bei Damaskus kam, umleuchtete ihn plötzlich ein Licht vom Himmel. Und er fiel auf die Erde und hörte eine Stimme, die sprach zu ihm: Saul, Saul, was verfolgest du mich? Er aber sprach: HErr, wer bist Du? Der HErr sprach: Ich bin JEsus, den du verfolgest. Es wird dir schwer werden wider den Stachel löcken. Und er sprach mit Zittern und Zagen: HErr, was willst Du, daß ich thun soll? Der HErr sprach zu ihm: Stehe auf und gehe in die Stadt; da wird man dir sagen, was du thun sollst. Die Männer aber, die seine Gefährten waren, standen und waren erstarrt, denn sie hörten eine Stimme und sahen niemand. Saulus aber richtete sich auf von der Erde, und als er seine Augen aufthat, sah er niemand. Sie nahmen ihn aber bei der Hand und führten ihn gen Damaskus. Und war drei Tage nicht sehend und aß nicht und trank nicht. Es war aber ein Jünger zu Damaskus, mit Namen Ananias; zu dem sprach der HErr im Gesicht: Anania! Und er sprach: Hier bin ich, HErr! Der HErr sprach zu ihm: Stehe auf und gehe hin in die Gasse, die da heißt die richtige, und frage in dem Hause Juda nach Saulus mit Namen von Tarsus; denn siehe, er betet, und hat gesehen im Gesicht einen Mann mit Namen Ananias zu ihm hineinkommen und die Hand auf ihn legen, daß er wieder sehend werde. Ananias aber antwortete: HErr, ich habe von vielen gehört von diesem Manne, wie viel Übels er Deinen Heiligen gethan hat zu