Seite:Wilhelm Löhe - Predigten für die festliche Hälfte des Kirchenjahres.pdf/449

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der auf Gottes Thron sitzt, dem niemand Seine Krone entreißt! Ei, so sei es denn unsere einzige Sorge, daß nur das Wort von dem Frieden, unser edles Texteswort, nicht zu Boden falle, oder vielmehr, daß wir an ihm uns halten. Und weil der Mensch ja nicht aus eigener Kraft sich ans Wort halten und glauben kann, so helfe uns der Tröster, der heilige Geist, der mache unsere Seele fest im Glauben. Denn unser Friede ist nur im Glauben, und ohne Glauben ist der Himmel ein unbekanntes Land, das kein Schiffer findet!

 Ach, nun, Geist des HErrn, Glauben, Vertrauen aufs Wort, Gewißheit von dem, was geschrieben steht, Zuversicht, zweifelsfreie, ob wir schon nicht sehen, wirke in uns, komm, komm Du und gieb uns Deine Gewißheit, der Du selbst ein gewisser, ewiger Zeuge von der Wahrheit der Worte Christi bist, der Du von dem Seinen nimmst und es uns sagst und giebst! Laß Deine Knechte Dein Wort festiglich für Dein Wort achten! Komm, schenke uns Glauben, ach, um JEsu willen! Dann ist bei uns Pfingsten, dann grünt und blüht Deine Gemeinde, dann ist bei uns eine neue Schöpfung!

 O höre uns, gieb uns Pfingsten, Frieden, Glauben, Frieden des Glaubens! Amen, Amen. O JEsu, JEsu, Amen.