Seite:Windsheimische Mühl- und Beckerordnung aus dem XV Jahrhundert.pdf/2

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redliche pfennwert[1] pachen damit dann dem armen vnd dem Reichen nach dem vnd dann diselben Zeit das getraide giltet ein billichs vnd ein gleichs vmb sein gelt widerfare, Item auch sezen wir auß vnsern Reten Zwen zu den egenannten beiden pekenmeistern diselben Zween auß vnsern Reten müssen mit denselben pekenmeistern das jar hin auch auf jr ayde zu dem minsten alle tag einmal oder wenn sie des not bedunket sein in das prothause geen, vnd einem yglichen peken Insonderheit sein prot helfen schawen. Vnd welches peken prot man befindet, das die grössen nach deß getraides lauffe nit hat, Es sein semeln oder Röklein, demselben zerschneid man das vnd derselbe muß desselben erschnitten prots fürbaß ye Zwei pfennwert vmb ein pfenning geben. Auch muß er darzu vnsern pfendern[2] on alle gnad zu puß geben xlv. dn. als offt er also In dem befunten wirt. Auch welcher pek prot vor Im hat das die rechten Weisen nit het, der verfelt aber zu pusse xv. dn. vnd das ist nemlichen an dem Semlein prot.

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Item vnser peken mögen auch wol auf den markt brot paken welcherlei sie wöllen. Vnd wenn sie an jarmerkten oder an Wochenmerkten damit auf den karren zu markt steen. So muß jr yglicher besunder zu Stettgeld geben xxx. dn. Vnd aber so wirt da den fremden peken die zu uns hinein faren vnd auch vnsern peken von den


  1. Verkäufliche Sachen, merces.
  2. Reichsstädtische Beamte, denen die Aufsicht über verschiedene Polizey-Einrichtungen übergeben ist.