Seite:Zerstreute Blaetter 6.pdf/123

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„Er blickt auf dich aus seinem Grabe“ und spricht dir zu:

Einst hab’ ich diesen Pallast auch bewohnt,
Auf deinem goldnen Thron hab’ ich wie Du gethront.
Wie viele vor mir schon, die dort geglänzet haben,
Sind auch wie ich, zu Staube Staub, begraben.
Wir sind vergessen; nur Nuschirvan lebt,
Deß Namen keine Zeit begräbt.
Folg’ ihm, und tritt in seine Spur;
Was man der Menschheit that durch edle große Gaben,
Das bleibt im Tode nur –


Da die Araber die Gräber als Wohnungen ihrer Freunde und Vorfahren betrachteten, ehrten sie solche sehr, wässerten, kühlten und

Empfohlene Zitierweise:
Johann Gottfried Herder: Zerstreute Blätter (Sechste Sammlung). Carl Wilhelm Ettinger, Gotha 1797, Seite 101. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Zerstreute_Blaetter_6.pdf/123&oldid=- (Version vom 1.8.2018)