Seite:Zerstreute Blaetter 6.pdf/143

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Fertig. Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle korrekturgelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.

Dann komm’ o Du Malvina,
Mit allem deinem Wohllaut komm!
Leg’ Oßian in die Ebene Lutha’s hin,
Sein Grab laß steigen im lieblichen Gefild.

     Malvina! wo bist, wo bist du mit deinem Gesang?
Mit deiner Tritte sanftem Laut?
Sohn Alpins, bist du nah?
Wo ist die Tochter Toscars? –

     „Ich ging vorbei, Sohn Fingals, bey Torkutha’s moosiger Wand;
Der Rauch der Halle war nicht mehr
Schweigen war im Haine des Hügels,
Die Stimme der Jagden schwieg.

     Ich sah die Töchter des Bogens und fragte nach Malvina,
Doch sie antworteten nicht.

Empfohlene Zitierweise:
Johann Gottfried Herder: Zerstreute Blätter (Sechste Sammlung). Carl Wilhelm Ettinger, Gotha 1797, Seite 121. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Zerstreute_Blaetter_6.pdf/143&oldid=- (Version vom 1.8.2018)