Seite:Zerstreute Blaetter V.djvu/282

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fern, was er hätte werden können; seine lateinischen Dichtungen zeigen zum Theil, was er wirklich war. Und so lange sein Geist in diesen Schriftchen, noch mehr aber in seinen thätig getroffenen Einrichtungen lebt, wird Nachwelt und Vaterland seinen Namen segnen. War er kein Dichter, so war er etwas bessers, ein ausübender Lehrer der ächten Menschenliebe und Menschenweisheit.

– Spargite humum foliis, inducite fontibus vmbras
Pastores, mandat fieri fibi talia Daphnis.

–––––
Einige Sprüche
von
J. V. Andreä.

Wer sich demüthiget vor Gott,
Der Mensch gewiß auch Gaben hat.
Nichts Eitelers als eigne Ehr’;
Der Stolze ist gewiß auch leer.

Empfohlene Zitierweise:
Johann Gottfried Herder: Zerstreute Blätter (Fünfte Sammlung). Carl Wilhelm Ettinger, Gotha 1793, Seite 266. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Zerstreute_Blaetter_V.djvu/282&oldid=- (Version vom 1.8.2018)