Inscript. No. 285.
| Theorie der Musik und Composition. | Frl. Haufe war fleißig, ihr Studium nur durch zu häufige Abwesenheit oder Krankheit unterbrochen, hat aber sehr schöne Fortschritte gemacht ud. sich viel Kentnisse ud. Fertigkeit erworben. E. Friedr. Richter. |
| Pianofortespiel. | Fräulein Haufe hat meinen Unterricht mit vielem Fleiße und besonderer Aufmerksamkeit genoßen, und sich zu einer bedeutenden Stufe der Ausbildung erhoben. I. Moscheles
Mit einem sehr vorzüglichen Talente verband sich in dieser Schülerin der gewissenhafteste u. ausdauerndste Fleiß, den ich je zu rühmen gehabt habe, so daß ein glänzendes Resultat nicht ausbleiben konnte. Frln H. verläßt unser Institut als eine vollkommen künstlerisch gereifte Spielerin, deren eben so ausdrucksvolle wie technisch gerundete Leistungen sich überall die gebührende Anerkennung zu erringen wissen werden. E. F. Wenzel. Hat mehrere Male meine Ensemblestunde besucht und schwirige Stüke als: Trios v. Mendelssohn, Schuberth, Henschel[?] vorzüglich gut gespielt; ob sie auch technisch leichtere Sachen von Mozart Haydn & mit gehöriger Feinheit zu spielen vermag weiß ich nicht, da sie sich drauf nie eingelassen[?] hat. F David |
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| Vorlesungen. | Frl Haufe hat die Stunden fleißig besucht. F Brendel. |
| Gesang. | Frl. H. war dann u. wann bei den Chorübungen anwesend. Richter.
Frl. H. hat in letzterer Zeit die Chorübungen regelmäßig besucht. Papperitz. |
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Leipzig, am 5 Mai 1855.
Beglaubigt mit dem Beifügen, daß das sittliche Betragen des Fräulein Haufe stets und in jeder Hinsicht musterhaft (I) gewesen ist.
H Conrad Schleinitz
HMT Leipzig: 0-499 - A, I.3 Zeugnisse. , Leipzig 10.04.1847, Seite 357. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Zeugnis_Band_1.pdf/357&oldid=- (Version vom 24.7.2025)